Medienkulturen des Sports

Martin Tschiggerl (HG.)

Ohne Frage ist der Sport und nicht zuletzt dessen massenmediale Repräsentation eines der erfolgreichsten Produkte der Populärkultur des 20. und 21. Jahrhunderts. Im Zentrum dieses Sammelbandes steht allerdings nicht nur eben diese mediale Repräsentation, sondern die Rolle des Sports als Medium per se. Diesem Unterfangen liegt ein breit gefasster Medienbegriff zu Grunde, der Medien nicht nur rein technisch als Kommunikationsmittel versteht, sondern viel mehr auch als kulturelle Praktiken, die von Subjekten benutzt werden, um Information an etwas zu richten, das nicht sie selbst sind. Vom Rennpferd der italienischen Renaissance, über die Entblößung des eigenen Körpers im Sport bis hin zu dem medialisierten Gewaltregime der Moderne im Boxsport werden in diesem Sammelband unterschiedliche Ebenen des Mediums Sport untersucht.

Aus dem Inhalt:

Martin Tschiggerl: Einleitung

Thomas Walach: Grenzüberschreitung und medialisierte Gewalt im Boxring

Christian Jaser: Die 'Erfindung' des Rennpferdes als mediale Ikone des italienischen Renaissancesports

Christian Koller: Wolf und Hase im Sport und Gesellschaft in der sowjetischen Zeichentrickserie Nu, pogodi! (1969-1986)

Lukas Pallitsch: Das Narrativ der Entblößung im Spiel. Überlegungen zur Grazie und Perversion derselben anhand Kant, Schiller und Kleist

Michael Reiter: Der „Black Power Protest“ bei den Olympischen  Sommerspielen in Mexiko City 1968 und dessen Rezeption in Österreichs Printmedien

Paul Ferstl: Aspekte der Professional Wrestling-Autobiografie im 21. Jahrhundert

David Maurits de Kleijn: Die Konstruktion ideologiekonformer Utilität des Reitsports in der medialen Öffentlichkeit der DDR

Minas Dimitriou: Sepp Bradl. Als der ‚Ikarus von Mühlbach‘ Skisprungweltmeister 1939 in Zakopane (POL) wurde: Mediale Inszenierung im Dienste der NS-Propaganda

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34,95€

314 Seiten

978-3-902803-20-7